Memminger und Aitracher SPD mit satirischer Aktion
Anlass für nicht ganz ernst gemeinte Aktion waren die Aussagen der bayerischen CSU-Führung nach dem Machtwechsel in Baden-Württemberg und der Regierungsübernahme der SPD und der Grünen in Stuttgart. »Jedes Unternehmen, das in Baden-Württemberg durch grün-rote Planwirtschaft verprellt wird, ist in Bayern hochwillkommen«, so CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sprach schon vom »Wettkampf der Systeme«.
Rolf Spitz der Ortsvereinsvorsitzende der SPD in Memmingen sprach angesichts solcher Sätze von einer »Unverschämtheit« und konnte am fiktiven Grenzübergang. Der erste »Wirtschaftsflüchtling«, den Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger begrüßen konnte war der Bundestagsabgeordnete Martin Gerster. Er nannte die SPD Aktion an der Illerbrücke die richtige Antwort auf die CSU-Worte. »Man kann auf so einen Quatsch nur auf spaßige Art reagieren«, so Gerster. Viele Menschen in Baden-Württemberg würden sich über die CSU aufregen. So können man keine Politik machen, die Menschen hätten etwas anderes verdient. Auch Ivo Holzinger hielt sich mit Kritik nicht zurück. So würde man Politik auf den Kopf stellen. Er als Oberbürgermeister der Stadt Memmingen habe, wie die ganze Region ein ausgezeichnetes Verhältnis zum württembergischen Nachbarn. »Wir haben viele Pendler aus Baden-Württemberg, die nach Memmingen kommen«, so Holzinger. Peter Beuter, der Ortsvorsitzende der SPD Aitrach schloss sich diesen Worten an. Für ihn sei die Iller keine Grenze, sondern stehe als verbindendes Element zwischen Aitrach und Memmingen.
Rund 20 Vertreter beider Ortsvereine nahmen an der Aktion teil und amüsierten sich auch über das angebotene Begrüßungsgeld für Wirtschaftsflüchtlinge in Form einer alten bayerischen Hundertmarknote.


