Ausstieg aus der Atomergie- Konsequenzen für die Stadt Memmingen
“Die SPD-Stadtratsfraktion stellt den Antrag und bittet, in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten, Fachleuten der Verwaltung und möglicherweise eines Beratungsgremiums des Stadtrates, ein Konzept zum Ausbau alternativen Energien auf dem Gebiet der Stadt Memmingen erarbeiten zu lassen.
Dabei soll insbesondere geprüft werden:
Der Ausbau der Solarenergie
weitere Ausweisung von Bürger-Solardächern ( z.B. Stadionhalle, Schulgebäuden und sonstigen öffentlichen Gebäuden )
Anpassung von Satzungen die der technischen Entwicklung von Photovoltaik Rechnung tragen.
Energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden
Aufstellung eines Programmes, das Schritt für Schritt die energetische Sanierung vorsieht und welche angemessenen Haushaltsmittel im Haushalt der Stadt Memmingen vorzusehen sind.
Windenergie
Neue technische Gutachten (z.B. TÜV ) kommen zu neuen Ergebnissen bezüglich geigneter Standorte für Energienutzung in unserer Region. Es gilt zu prüfen ob in der Gemarkung Memmingen geeignete Standorte für die Nutzung von Windenergie vorhanden sind.
Es sollte weiter geprüft werden, falls geeignete Standorte vorhanden sind, wie Windkraftanlagen ggf. von Genossenschaften finanziert und betrieben werden können, sodass eine Beteiligung von vielen kleinen Investoren an diesem Projekt ermöglicht wird.
Wasserkraft
Das Gefälle des Stadtbaches wurde über Jahrzehnte für den Betrieb von zwei leistungsfähigen Mühlen genutzt ( z.B. lieferte die Turbine bei der Frauenmühle soviel Strom, wie für den Betrieb des Bürgerstiftes notwendig ist. Es sollte geprüft werden, ob durch den Einsatz moderner Turbinentechnologie diese Nutzung wieder realisiert werden kann (Fischertagsverein sollte in die Überlegungen mit einbezogen werden )
Stadtwerke
Hier verweisen wir auf unsere Anträge bezüglich Biogasanlagen und Einspeisungen von Biogas in das Erdgasnetz.
Bei der Ausweisung von neuen Wohnbaugebieten soll zudem geprüft werden, ob energieeffiziente Systeme von BHKW bis zu Geothermieprojekten in Zusammenarbeit mit Haus- und Wohnungsbauherren, sowie Wohnungsbaugesellschaften, gemeinsam betrieben werden könnten.
Energiemanagement
Es ist zu prüfen wie die bisherige positive Energieberatung ausgebaut und erweitert werden kann.”
